BluRail: Lada “WAS2101” für TrainFever

Ich habe in der Vergangenheit bereits für verschiedenen Simulationen, jüngst ausnahmslos im TrainSimulator, Modding betrieben. Jetzt hat auch mich das “TrainFever” gepackt und ich habe angefangen, für diese wirklich gelungene Simulation eigene Mods zu erstellen. Diese gebe ich gerne weiter – letztlich habe ich auch Freude daran, wenn meine Kreationen anderen Simulations-Fans gefallen und daher auch oft eingesetzt werden.

Im Vergleich zu einigen anderen Simulationen geht im TrainFever speziell der Export von Modellen aus Blender und die Erstellung von Scripten (und damit der aus meiner Sicht entscheidende Schritt im Produktionsprozess) sehr leicht von der Hand. Es ist ein tolles Konzept, welches der Hersteller hier verfolgt. Die Community scheint es zu danken.

Angefangen habe ich mit einem Modell, welches ich auch schon für den TrainSimulator  erstellt habe:

den Lada WAS 2101
(oder auch Lada 1200)
.

blurail was 2101 01

Als Fiat 1966 den Fiat 124 vorstellte war wohl kaum zu ahnen, dass dieses Fahrzeug ohne Rücksicht auf  Politische Lager und Kalten Krieg einen beeindruckenden Siegeszug rund um die Welt beginnen könnte. Später wurde im Zusammenhang mit anderen Modellen (und auch anderen Herstellern) gerne mal der Begriff des “Weltautos”  verwendet. Wenn man eine solche Kategorie sehen möchte, dann gehört der Fiat 124 mit all seinen Ablegern und Lizenzprodukten jedenfalls dazu.

1980_-_VAZ_2101

Der Lada WAS 2101 (Quelle der nebenstehenden Abbildung: www.wikipedia.de) ist ein direktes Lizenzprodukt, welches 1970 auf den Markt kam. Bis 1988 wurde er produziert, Anpassungen gab es in dieser Zeit eher in Details, jedoch nicht im grundsätzlichen Aussehen. Hergestellt wurde er in der ehemaligen Sowjetunion. Deren Regierung gab 1967 einen Auftrag an Fiat, die Errichtung eines staatlichen Automobilwerkes (AwtoWAS) in der Stadt Stawropol-Wolschskij technisch zu unterstützen. Die Stadt, in der das Werk entstehen sollte, wurde zur gleichen Zeit nach “Tojliatti” umbenannt. Ein Zufall war diese Umbenennung sicher nicht: 1964 war der Namenspate, Palmiro Togliatti gestorben. Er war der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Italiens…

Im Heimatmarkt und auch im gesamten Ostblock war das Fahrzeug in der ersten Jahren , als der WAS 2101 auf den Markt kam, war er als “Shighuli” bekannt – ein Name, den das Modell nach dem gleichnamigen Gebirge in der Nähe Tojliattis erhielt.

Der WAS 2101 unterschied sich in einigen Konstruktionsdetails vom Fiat 124: die Bleche waren dicker, er hatte hinten nur Trommel- anstatt Scheibenbremsen und er war höher gelegt. Das waren alles Maßnahmen, die sicher den raueren Bedingungen vor allem in den Weiten Russlands geschuldet waren. Im Gegensatz zum Fiat erhielt er einen 1198-cm³-Motor, bei dem die Nockenwelle oben lag. Anfänglich wurde das Auto sogar mit einer Kurbel als Zubehör angeboten: die kalten sibirischen Winter sorgten wahrscheinlich immer wieder mal dafür, dass die Batterie zum Anlassen des Wagens schlichtweg den Dienst versagte.

Bis 1974 durfte AwtoWAS das Fahrzeug nicht auf Märkte exportieren, wo er dem Fiat 124 Konkurrenz gemacht hätte. Als dann der Fiat 131 auf den Markt kam, wurde der überarbeitete “Lada WAS 2101” spätestens ab 1977  praktisch nach ganz Westeuropa exportiert.

blurail was 2101 04Meine eigene erste Begegnung mit dem “Shighuli” war 1976: ein beiger 1200er war das erste Auto meiner Eltern. Mit ihm fuhren wir über 10 Jahre – technische Probleme machte in dieser Zeit nach meiner Erinnerung bestenfalls der Auspuff. Die Karosserie litt unter Rost, die Kotflügel begannen recht früh schon, zu “blühen”. Insgesamt war er aber ein robustes Alltagsfahrzeug, welches viele Dinge erstaunlich gut wegstecken konnte – man erinnere sich z.B. nur an die teilweise schlechten Straßenverhältnisse in der damaligen DDR.

 

 

Angaben zum TrainFever Modell “BluRail Lada WAS 2101” und Link zu dessen Download:

Darstellbar: 1970 bis 1992
Geschwindigkeit: 130 km/h
Farbvarianten: weiß, hellgrün, dunkelgrün, blau, ocker, beige, grau

Installation des Mods: Entweder die ZIP-Datei mittels TrainFever-Mod-Manager integrieren oder aber die entpackte Dateistruktur direkt in das entsprechende Verzeichnis des TrainFever kopieren.

Achtung:
Wer von mir erstellte Mods für TrainFever  herunterlädt, erkennt die Bedingungen an, die aus der LiesMich_ReadMe.txt hervorgehen.